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Datenschützer besorgt wegen der IPv6 |
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Der Hamburgischer Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit, Johannes Caspar, sieht durch die Einführung des Internetprotokolls IPv6 den Datenschutz im Internet gefährdet:
Hans-Martin Lichtenthäler, Konzernsprecher der Deutsche Telekom, erklärte, die Deutsche Telekom werde schon bis Ende 2011 bundesweit alle DSL-Anschlüsse auf IPv6 umstellen.
Privatkunden erhalten dabei eine IPv6, die jeweils dynamisch zugewiesen wird und sich daher ändern kann. Doch gleichzeitig soll die DSL-Zwangstrennung nach 24 Stunden abgeschafft werden. Und wenn die Neuanwahl kurz nach der Trennung erfolgt, erhält der Kunde dieselve IP wieder. Bei einer Dauerverbindung wird sich die IP also nur äußerst selten ändern.
"Bisher hat der informierte und engagierte Nutzer Möglichkeiten an der Hand, sein informationelles Selbstbestimmungsrecht auf einen anonymen Internetzugang zu schützen. Mit der Einführung des IPv6-Protokolls droht dies nun gänzlich unter die Räder zu kommen, da die neuen Internetadressen viel mehr über den Nutzer verraten und ihn lebenslang identifizieren können", sagte Caspar laut einer Vorabmeldung des Nachrichtenmagazins Der Spiegel.
Johannes Caspar fordert den Gesetzgeber dazu auf, die Provider dazu zu verpflichten, dass sie IP-Adressen weiterhin dynamisch vergeben.
Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung hatte im März bereits gefordert, dass Internet-Zugangsanbieter ihren Kunden bei jedem neuen Verbindungsaufbau beziehungsweise spätestens nach 24 Stunden eine neue IP-Adresse zuweisen, falls ein Nutzer keine anderweitigen Wünsche geäußert habe. Andernfalls drohe mit Einführung des neuen Netzprotokolls IPv6 die individuelle Verfolgbarkeit jedes Online-Schrittes durch Online-Anbieter, staatliche Dienste oder private Rechteinhaber über lange Zeiträume hinweg.
Quellen: heise.de, Spiegel
heise.de Newsmeldung |
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